Erleben Sie Himmelpfort und seine Umgebungen

Seen und weite Wälder bestimmen das Landschaftsbild hier im Norden der Mark Brandenburg, nicht weit der mecklenburgischen Grenze. Am besten zu erleben ist diese Gegend auf Wanderungen zu Wasser, zu Fuß oder mit dem Rad. Beginnen wir mit Himmelpfort und seinen Seenrunden.

Rund um Himmelpfort

Himmelpfort liegt zwischen vier Seen: zwischen Haussee und Stolpsee liegt der alte Klosterbezirk, und nach Norden begrenzen Moderfitz- und Sydowsee den Ort. Außer um den Stolpsee (der von der Havel durchflossen wird, was die Umwanderung mangels günstig gelegener Brücken langwierig gestaltet) gibt es um diese Seen schöne, mit der gelben Markierung bezeichnete Wanderwege.

Kloster Himmelpfort: das sogenannte BrauhausBevor wir uns aber diesen zuwenden, zunächst noch kurz einiges über das Dorf selbst. Schon der Name fällt ja auf: er stammt von dem 1299 begründeten Zisterzienserkloster Coeli Porta (lat.: Himmels Pforte).

Begründet als Grablege des Markgrafen Albrecht, geriet das Kloster schnell in den Sog der Grenzstreitigkeiten mit Mecklenburg, wodurch seine Entwicklung immer wieder gehemmt wurde.

Schon nach knapp zweieinhalb Jahrhunderten endete 1541 die Klostergeschichte in Himmelpfort mit der Reformation. Die Klosteranlagen verfielen oder wurden zur Materialgewinnung genutzt. Daher sind heute auch nur zwei markante Bauten des Klosters überliefert.

An der Klosterstraße fällt der langgezogene, dominante Bau mit dem schönen Nordwestgiebel auf, der gemeinhin 'Brauhaus' genannt wird, aber wohl anderen, heute unbekannten Zwecken diente. Kloster Himmelpfort: Blick durch die Ruine der Klosterkirche

Traurigerweise ist dieses für Himmelpforts Ortsbild so wichtige Gebäude am Morgen des 21. Augusts 2010 bis auf die Umfassungsmauern niedergebrannt. Diese Internetseite gibt hierzu weitere Informationen.

Zwischen diesem Bau und der alten Dorfschule, die jetzt das 'Haus des Gastes' (Touristen-Informationsstelle) und das Weihnachtsmannpostamt beherbergt, öffnet sich schon der Blick auf die Kirche.

Haussee HimmelpfortIm Ostteil der zuletzt im dreißigjährigen Krieg schwer beschädigten Klosterkirche wurde 1644 eine kleine Dorfkirche eingerichtet (im Sommer offene Kirche, jeden Samstag zum Wochenendläuten offene Andacht). Westlich schließen sich die ruinösen Arkaden des alten Langhauses an.

Hinter einem kleinen Park mit einem Steinlabyrinth lockt schon silberglänzend der Haussee. An seinem Nordufer beginnt die Umrundung, die vorbei an einer Badestelle und über die Durchfahrt zum Moderfitzsee weitergeht.

Haussee Himmelpfort: Die Mndung der Wobltz in den SeeNach der Brücke gibt es zwei Möglichkeiten: entweder halblinks nach Pian, durch die alte Glasmachersiedlung und auf der kleinen Straße am Moderfitzsee zurück nach Himmelpfort; oder aber, und das ist die noch schönere Tour, rechts am Haussee entlang weiter, immer in Ufernähe, am Badestrand von Pian vorbei zur Woblitzbrücke.

Ein schöner Blick öffnet sich auf die grüne Woblitz zwischen den Erlen. Von hier folgt der Weg der geteerten Radlerstraße bis zu einer Kreuzung bei einer großen Eiche, wo es rechts an der Wiese entlang, einen Graben und den Eichberg überwindend nach Himmelpfort zurück geht und Sie an der Fließbrücke wieder vor unserer Tür stehen.

Auch die zweite Runde führt von uns zunächst über die Schleusenbrücke (der Woblitzkanal bis Lychen wurde Mitte des 19. Jh. angelegt, um Floßholz aus den reichen südwestuckermärkischen Wäldern abtransportieren zu können), vorbei am Kräutergarten und dem Klostergelände in die Dorfmitte.

Rechts und links der Straße fällt die hohe Feldsteinmauer auf, die hier das Klostergelände sicherte. Am kleinen Platz gehen wir keine der beiden Straßen, sondern links beim Spritzenhaus hinab Richtung Badestelle.

Entlang einer Reihe großer Pappeln erreichen wir schnell die Badestelle am Stolpsee. Hier gibt es auch einen Volleyballplatz.

Blick auf Himmelpfort von den StolpseewiesenDirekt am Seeufer gibt es keinen Pfad durchs sumpfige Gelände; daher müssen wir zunächst wieder zurückgehen bis unterhalb der Böschung. Entlang dieser geht es dann links weiter.

Zwischen Bruchwald und Schilf auf der einen und Gärten auf der anderen Seite wandern wir entlang, bis der Pfad schließlich in den Wald eintritt. Bald erreichen wir einen von rechts hinten heranführenden Waldweg, auf dem wir in wenigen Schritten zur alten Landstraße von Himmelpfort nach Fürstenberg gelangen.

Gegenüber liegt eine Art 'Kehrschleife', und durch die Bäume schimmert schon der stille Sydowsee. Hier gibt es (nicht ganz leicht zu finden) mehrere Zugänge (darunter eine Treppe, suchen Sie die verblassten gelben Markierungen!) den Hang hinab zum Seeuferpfad.

Diesen wandern wir nun links weiter, immer dicht am Ufer, zwischen großen alten Buchen, über Wurzeln, Steine und Moos. Immer wieder liegen umgestürzte Bäume im Wasser, im Vorübergehen wechseln die Bilder ihrer Spiegelungen; mit etwas Glück kann man auch die seltenen Schellenten beobachten, die auf solche Lebensräume mit hohen, alten Bäumen am Ufer angewiesen sind.

Uferpartie am Sydowsee bei Himmelpfort.Weiter geht es um die Westbucht des Sees, dann quer durch einen Bruchwald, den der Sumpffarn durchgrünt. Am Nordufer wachsen auf den Dünen nur wenige Buchen, es dominieren Kiefern und Lärchen.

Schließlich mündet der Pfad in die von Fürstenberg kommende Zufahrtsstraße, und schnell ist die Landenge zwischen Sydow- und Moderfitzsee erreicht.

Geradeaus könnten wir direkt wieder ins Dorfzentrum zurückwandern. Es ist aber auch möglich, noch am Südufer des Moderfitzsees entlangzugehen und am Nordufer des Haussees zurück zum Klostergelände zu kommen.

Dazu schlagen wir den am Moderfitzsee entlang zum Bootssteg und zur Badestelle führenden Weg ein. Hinter der (vor allem bei den Kindern sehr beliebten) Badestelle geht es auf einem Pfad weiter, immer entlang des Seeufers.

Wie am Sydowsee, so gibt es auch hier eine recht hohe und steile Uferböschung, in deren Schatten Farne, Moose und viele schöne Buchen den passende Lebensraum gefunden haben.

Die Insel im Moderfitzsee bei Himmelpfort, hier von dessen Nordufer gesehenWechselnde Blicke öffnen sich auf den Moderfitzsee mit seiner erlenbewachsenen Insel, die gerne von Kormoranen als Rastplatz genutzt wird. Sie gab dem See wahrscheinlich auch seinen Namen, bei dem es sich um die Verballhornung eines slawischen Wortes für 'Inselsee' handelt.

Kurz vor der Brücke über die Durchfahrt zwischen Moderfitz- und Haussee treffen wir auf den oben beschriebenen Wanderweg um den Haussee, dem wir nun rechts, immer entlang des Hausseeufers, vorbei an der Badestelle unter mächtigen alten Kiefern und mit schönen Vorausblicken auf Himmelpfort, folgen, bis wir wieder das Klostergelände erreichen. (Natürlich könnte man auch, wie oben beschrieben, noch den Haussee umrunden oder eine Umwanderung des Moderfitzsees anhängen - diese immer wieder zu findenden Variationsmöglichkeiten tragen ihren Teil zum Reiz dieser schönen Gegend bei.)

Bis hierher zunächst unsere Wanderempfehlungen für unsere Gäste. Wir werden diese Seite nach und nach erweitern, nicht nur um weitere Spaziergänge rund um Himmelpfort, sondern auch um einige schöne Ziele in der Umgebung.

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